Barbara verzieht sich und kam dabei gar nicht an

von Hinnerk Weiler / am 31.05.2013 / in Amerika

 

Regenschauer im Fort Myers Mooring Feld

Regenschauer im Fort Myers Mooring Feld

 

Ausgepustet

Pazifiksturm Barbara hat den Golf nicht als Tropensturm erreicht. – Erleichterung, aber irgendwie bleibt auch das Gefühl: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und ein bisschen war es auch ein Lehrstück für die kommende Saison: „Sei sehr wählerisch, bei dem, was dich nervös macht. Sonst macht dich der Wetterbericht in den nächsten Monaten zum nervlichen Wrak“, bekomme ich noch mit auf den Weg. Vielleicht tatsächlich die beste Methode. Aber Hurrikan-Saison muss man eben auch erst Mal lernen.

Nieselregen, wie man ihn von der Ostsee kennt, gibt es kaum. Entweder es regnet, oder nicht

Nieselregen, wie man ihn von der Ostsee kennt, gibt es kaum. Entweder es regnet, oder nicht

Gestern traf ich Larry im „Büro“. Täglich trifft sich hier der kleine Teil derer, die nicht nur zum Spaß an Bord sind und nebenbei noch Geld verdienen müssen. Das „Büro“ hat eine Klimaanlage, den besten WLAN-Empfang, Stühle und einen großen halbrunden Tisch. Daneben stehen drei Waschmaschinen und Trockner. An der Tür steht „Laundry-Room“

Larry plant ebenfalls hier eine Maintenaince-Season einzulegen und hat in den letzten Tagen am Mooringfeld sein Deck geschliffen. Jetzt heißt es für ihn Warten. „Zwei Tage Sonne“ braucht er zum lackieren. Aber die sind nicht in Sicht: Denn Sommer in Florida bedeutet Sommer am Rande der Tropen und Tropensommer heißt Regenzeit. Nahe dem nördlichen Wendekreis ist davon schon etwas zu spüren: Seit einer Woche beginnen die Tage mit schwülen 25 Grad unter strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind, bevor nachmittags tiefe dunkle Wolken, Gewitterböen und zum Teil heftige Schauer folgen. „Ziemlich so“, meint Larry sieht der normale Sommer in Süd-Florida wohl aus.

Kein Grund für Beschwerden. Ich lerne dieses Wetter und die Natur um mich noch immer als etwas Neues für mich kennen. Regen ist man ja auch als Ostseesegler gewöhnt. Hier hält er lediglich von Ausflügen in die Mangroven oder Richtung Strand ab. Dennoch geht es zum Fischeneinmal am Tag etwas abseits des Hafens oder auf die Mole unter der Brücke. Denn im Mooringfeld ist, außer grässlich schmeckendem Catfish, nichts zu fangen. Dafür geht tagsüber die Arbeit am Computer voran: Geld-Verdienen, damit die Arbeiten am Boot weitergehen können. – In gewisser Weise sorgt also selbst in diesen Breiten die Natur für den Unterhalt.

Und die Aussicht dabei könnte schlechter sein, tägliche Delphinshow inklusive:

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