Brumm brumm – stille

von Hinnerk Weiler / am 05.05.2013 / in Amerika
Oberteil der Schwimmerkammer mit Nadelventil

Oberteil der Schwimmerkammer mit Nadelventil

 

Aus Fenderbrett und zwei Dieselkanistern bastele ich eine Arbeitshalterung im Cockpit

Aus Fenderbrett und zwei Dieselkanistern bastele ich eine Arbeitshalterung im Cockpit

Sonnabend. Landgang, Fotospaziergang durch Fort Myers Beach. So jedenfalls war der Plan. Er endete in einem Knoten Ebbstrom und 15 Knoten Nordwest-Wind aus der entgegengesetzten Richtung. Ein perfektes Gleichgewicht der Kräfte, um in einem antriebslosen Dingi herumzutreiben. Mein nächstes Beiboot hat ein Segel!

Eine Woche lang lief der „neue“ Außenborder wie am Schnürchen, jetzt geht er aus, sowie ich mehr als 1/3 Gas gebe. In Schleichfahrt tuckere ich gegen den Strom zurück und begebe mich auf Ursachenforschung: Im Leerlauf sind höhere Drehzahlen kein Problem. Eingekuppelt bei leichter Drehzahl läuft er stundenlang, schiebe ich den Gashebel weiter hoch, keine 30 Sekunden.

Dann sinkt sofort die Drehzahl und er stirbt ab. Für mich, klingt das, als ob der Vergaser trocken läuft. Die Fotos kommen wohl erst morgen. Erst Mal eine Motorhalterung im Cockpit bauen, Gehäuse abnehmen, Vergaser zerlegen. Den Sonnabendnachmittag verbringe ich in einer Wolke aus Benzindämpfen, putze Schwimmerkammer und selbst das Nadelventil.

Gebracht hat es wenig. Langsam tuckere ich zur Bar gegenüber, kaufe mir ein Bier und etwas später wieder in Schleichfahrt zurück. Mir scheint, er läuft jetzt ruhiger bei geringer Drehzahl, sonst hat sich aber nichts an meinem Problem geändert. – Jemand eine Idee?

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Bonita Fish Co.

3 Kommentare

  • Patrick says:

    Hallo Hinnerk (unbekannterweise),
    wahrscheinlich hast du den Motor wieder zum laufen gebracht ;o)
    Wenn nicht hier ne kurze Erklärung zum Versager. In der Regel besteht er aus zwei Regelkreisen. Der eine fest eingestellt, ist der für den Startvorgang bzw fürs kleine Gas. Wenn du Gas gibst öffnest du die Drosselklappe und der Hauptvergaser übernimmt die Funktion Teilast und Vollgas. Also der Startvergaser läuft bei dir. So nehme ich an das irgendwo in deiner Hauptdüse und deren Kanäle was drinhängt .
    Kriegst du so mir reinigen und Pinselchen manchmal schlecht raus. Da hilft Druckluft ungemein. Ich nehme an das Schwimmerkammerventil haste ja schon gereinigt. Da sieht man ja bei und kanns optisch prüfen.
    Viel Erfolg
    Patrick

    • Ok, vielen Dank. Das klingt logisch. Das Problem besteht nach wie vor. Schwimmerkammerventil ist sauber. Wenn ich „zuviel“ Gas gebe, und die Drehzahl dann abfällt, dauert es keine zwei Sekunden, bis er auf kleiner Drehzahl wieder rund läuft. Frage wäre „wie rum mit Druckluft: „da rein, wo die Klappe vom Choke vor ist“, oder Vergaser abbauen und „von hinten“?

      Nachtrag: Youtube sei Dank, „Hauptdüse“ ist also die Messingfarbene Schraube, die da in der Mitte in die Schwimmerkammer ragt, =)

    • So… wo und wann es auch sein wird, Du hast ein Bier bei mir gut! Da saß tatsächlich etwas „Fusseliges“ zwischen der Düse und dem Ventil.
      1. Motor läuft jetzt wieder auf voller Drehzahl und
      2. Ich weiß jetzt wie ein Vergaser funktioniert und von innen aussieht. – Gar nicht so kompliziert wie ich dachte.
      3. Einkaufsliste um einen Inline Spritfilter erweitert.
      😀