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von Hinnerk Weiler / am 30.06.2009 / in ,

Ich gebe zu, dass ich eine gewisse Ernährungsumstellung schon früh in die Planungen für das Leben an Bord eingeschlossen hatte. Der schnelle Gang in den Supermarkt, das Fertiggericht in der Mittagspause sind nicht nur zu teuer, sondern auch an Bord kaum zu realisieren. Stattdessen steht viel Frisches auf dem Programm. Fisch, gebraten, als Suppe, mit Kartoffeln, Bratkartoffeln oder einfach auf nur Schwarzbrot. Leider liefert die Schleppangel in der Ostsee jedoch ab vier Knoten Fahrt nur noch Hornhecht. Ich freue mich also geradezu darauf, mal wieder bei Schwachwind in „Dorschgeschwindigkeit“ segeln zu können. Aber davon kann man bis jetzt nur träumen. Aber die Veränderung der Lebensgewohnheiten und das ständige „Winschkurbeln“ bei Starkwind haben Folgen, und die relativieren das gesparte Geld. Drei Monate nach dem Umzug aufs Boot passt mir schon keine Hose mehr vernünftig. Zu viel Obst, Fisch, Bewegung und frische Luft. Dafür zu wenig Büro, Fastfood und abendliches Ausgehen. Also stehe ich jetzt in Saßnitz mit dem zweiten selbst ins Leder gestanzten Loch im Gürtel vor der Wahl: Kleinere Hose kaufen oder einen Döner Essen gehen?

von Hinnerk Weiler / am 12.06.2009 / in